Friedrich von Feustel – Wagners Wegbereiter in Bayreuth

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Friedrich von Feustel – Wagners Wegbereiter in Bayreuth

ISBN 978-3-89783-954-0

128 Seiten

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Friedrich von Feustel – Wagners Wegbereiter in Bayreuth

 

Der Name Feustel taucht in Biographien über Richard Wagner und Veröffentlichungen über die Geschichte der Bayreuther Festspiele häufig auf. Auch in den Tagebüchern von Cosima Wagner ist Friedrich Feustel vielfach erwähnt. Selten erfährt man mehr über ihn, als dass er Bankier und Politiker war. Sein Leben außerhalb des Bannkreises von Wahnfried in Bayreuth blieb dunkel. Der Roderer Verlag legt mit dieser Schrift, einer Neuauflage von zwei Schriften von Manfred Eger aus den Jahren 1984/1985 eine Gesamtdarstellung des Lebens von Friedrich Feustel vor, die ergänzt wird durch die „biographischen Skizzen“ von Rudolf Elhardt („Friedrich von Feustel und seine Zeit“), in der sein politisches Wirken vor dem Hintergrund der Zeitereignisse dargestellt ist.

Egers Text setzt bei der Jugend des Feustel ein. Als Sohn einer Sennerin am Tegernsee und eines königlichen Gutverwalters wuchs er in bescheidenen Verhältnissen in Bayreuth auf. Bis heute halten sich Gerüchte über einen Wittelsbacher Prinzen als leiblichen Vater. In Bayreuth findet er familiäre Aufnahme sowie gute Förderung als Schützling seines Lehrherrn. Er steigt schnell und früh als Geschäftsmann auf, gründete profitable Unternehmungen, darunter auch eine Bank. Sein Mäzenatentum und politische Tätigkeit in der Stadtverordneten Versammlung von Bayreuth, im bayerischen Landtag, im Zollparlament und (bis zu seinem Tod) im Reichstag zeichnet ihn als vielseitigen und von seiner Umgebung respektierten Mann aus.

In der Zeit der Reichsgründung kommt es zwischen ihm und Richard Wagner, der nach seiner enttäuschenden Münchner Zeit in der Schweiz wohnt, zu einem Kontakt. Dieser Kontakt führt zur lebenslangen Freundschaft zwischen beiden und zum „Meisterstück“ des Feustels: Er unterstützt als Ideengeber und Finanzier die Absicht Wagners, in Bayreuth sich niederzulassen, ein Festspielhaus zu errichten und regelmäßige Wagner-Festspiele aufzuführen. Die Finanzierung erfordert immer von neuem die Geduld und den Mut des Friedricvh Feustel für seinen Freund und dessen Projekt heraus. Eine Rolle spielt bei der Entstehungsgeschichte der bayerische König Ludwig II., ein Gönner und Förderer von Wagner. Aber Ludwig kann finanziell wenig helfen. Er hat eigene kostspielige Träume, die schließlich zu seinem Sturz führen.

Friedrich Feustel wird hochgeehrt, schließlich vom Prinzregenten Luitpold auch geadelt.

In einem Vorwort stellt Rudolf Elhardt den leicht gekürzten Text von Manfred Eger vor.

Im Anschluss an den Text ist ein Originalbrief von Wagner an Feustel zu erwähnen, der bisher uneditiert und unveröffentlicht ist. Er stammt aus dem Archiv von Barbara Froemel-Feustel, einer Urenkelin von Friedrich Feustel.

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