Kommunalpolitik

14,95 

Autor Rudolf Elhardt

ISBN 978-3-89783-956-4

76 Seiten

Preis inkl. MwSt.

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Kommunalpolitik

Das Gießen von Graswurzeln

 

Von Rudolf Elhardt

 

In spannender und mit Beispielen bespickten Erinnerungen breitet der ehemalige Politiker der FDP in der nordrhein-westfälischen Großstadt Siegen seinen Erfahrungsschatz und seine amüsanten Erinnerungen aus. Elhardt war über Jahrzehnte als Kommunalpolitiker auf Stadtteil-, Stadt- und Kreisebene tätig und beeinflusste durch seine Mitarbeit – auch -in kommunalpolitischen Publikationen –
die liberale Kommunalpolitik in Siegen und im Land. Eine Fülle von Erfahrungen und Ideen begleitet den Leser. Die Behandlung der Themen geschieht in Form eines Gespräches von Rudolf Elhardt mit dem Ehrenvorsitzenden der Vereinigung Liberaler Kommunalpolitiker und ehemaligen langjährigen Bürgermeister von Wiehl, Werner Becker-Blonigen. Die Bekanntschaft der beiden geht weit zurück: Vor mehr als 20 Jahren zeichnete Becker-Blonigen den Siegener FDP-Politiker Elhardt in Siegen nach dem Bundeswettbewerb „Das liberale Rathaus“ mit dem 1. Preis aus. Elhardt hatte als Lehrer Initiativen von landesweiter Wirkung gestartet mit dem ZIel, seine Schüler einer Hauptschulklasse durch besondere Unterrichtsformen und Aufträge an Kommunalpolitik heran zu führen. Parallel dazu unterrichtete Elhardt Lehramtsanwärter mit dem Ziel, der besonderen Forderung Jugendlicher aus sozialen Brennpunkten zur gesellschaftlichen Mitverantwortung zu erziehen. Zugleich baute Elhardt als Lehrbeauftragter an der Universität Siegen die dortige Lernwerkstätte mit auf.
Elhardt war als stellvertretender FDP-Fraktionsvorsitzender und später 2. stellvertretrender Bürgermeister an vielen kommunal-politischen Fronten der Stadt mit 110 000 Einwohnern tätig, so an den Hauptproblemen Siegens, der Verkehrssituation, dem Abbau des Schuldenstandes und der Entschärfung des Schulkampfes, der zum Zerbrechen der Mehrheitsfraktion SPD geführt hatte. Elhardt baute mit immer neuen Initiativen eine Vertrauenssituation bei der Wählerschaft auf, die sich durch Wahlerfolge festigte: Initiative für ein Stadtteilfest, Initiative für einen Bürgerbrunnen im Zentrum des Stadtteils, Modellbau des mittelalterlichen Weidenaus, historische Stadtteilrallye, Eintrag der 1. Busfahrt der Welt nach Siegen ins GUINNESS Buch, erfolgreicher Antrag auf Ehrung des in Siegen geborenen liberalen Politikers Adolph Diesterweg mit einer Sonderbriefmarke, Gründung einer Schülerfirma, Organisaation eines Seifenkistenrennens, Ausschreibung eines stadtweiten Wettbewerbs der Schülerzeitungen Siegens und Ausrichtung einer großen Ausstellung zur Geschichte des Liberalismus im Siegerland. Mehrfache Unterstützung erfuhr Elhardt durch die damalige Staatsministerin im  Auswärtigen Amt, Frau Dr. Hildegard Hamm-Brücher, die ihn ihren „politischen Ziehsohn“ nannte. An Auszeichnungen für seine Initiativen fehlte es nicht: Der Stadtverband der FDP zeichnete ihn mit der Silbernen Margarite, der Kreisverband mit dem „Haubergsknipp“ aus, der Stadtdirektor Mohn mit dem großen Wappencder Stadt Siegen, der Oberbürgermeister Kessler mit dem Ehrenbecher des Oberbürgermeisters, die Stadt mit dem Silbernen Bürgertaler. Die Friedrich-Naumann-Stiftung verlieh ihm den ersten Preis im Bundeswettbewerb „Die Freiheit nehm ich mir“.
Für Fach-Zeitschriften schrieb Elhardt über Jahre Anregungen zu Stadtfinanzen, zum Humor in der
Kommunalpolitik, zum Dialekt und kommunalpolitischer Werbung, zur Jugend- und zur Schulpolitik oder zur Stadtgeschichte. Ein besonderes Anliegen war es ihm, aufzuzeigen, wie aktuelle Politik der Liberalen anknüpft an das Wirken von früheren liberalen Kommunalpolitikern. Seine disbezüglichen Recherchen und Forschungen führten zu einer ganzen Serie von Publikationen für die Hand des Lehrers von Heimatkunde und Interessierten der Siegerländer Geschichte.
Besondere Aufmerksamkeit erlebte Elhardt mit einer kritischen Durchleuchtung des traditionsreichen Museums im Oberen Schloss. Mit seinen Schülern erarbeitete er eine Durchforstung der Ausstellungskonzeption, was nicht ohne Widerspruch der Museumsleitung blieb. Zwei Publikationen zeugen davon.“ Die 7a geht ins Museum“ und „Wir testen das Museum“. Presse und Ratrskollegen reagierten zustimmend und verfolgten die Argumentation mit Wohlwollen. Schließlich ist noch zu erwähnen, dass Elhardt mit seiner Klasse eine Schülerfirma gründete, mit der die Schüler zahlreiche Klassenfahrten finanzierten. Auch die Herausgabe einer regelmäßig monatlich erscheinenden kostenlosen Schülerzeitung über Jahrzehnte geht auf Elhardts Konto. Der große Aufmerksamkeitserfolg seiner kommunalpolitischen Arbeit ging, so Elhardt, auf faire und interessierte Berichterstattung der örtlichen und überörtlichen Zeitungen zurück. Allein in Siegen gab es vier konkurrierende Zeitungen.
Wie der Untertitel des Buches ahnen lässt, führt Elhardt Aufmerksamkeit und Resonanz der Wählerschaft auch auf seine monatlich selbst ausgetragenen Mitteilungshefte „Liberale Akzente“ zurück, also auf den engen Kontakt mit Mitbürgern.
Das Vorwort zu dieser lebendigen Anregung einer Kommunalpolitik nahe am Bürger schrieb sein Freund und damaliger Mitarbeiter, der Augsburger Politiker Guido Immler.
Ein Leben im Dienst der Allgemeinheit wird in dem vorliegenden Buch ausgebreitet. Elhardt lebt inszwischen in Rottach-Egern am Tegernsee. Auch von der Zeit als interessierter Bürger ohne Mandat erzählt er abschließend.

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